Praktikumsbericht Florian Schanzer, 01.11.2015 - 31.10.2016

Von mehreren Seiten wurde mir gegen Ende meines Pharmaziestudiums empfohlen, mein Praktikum in der Internationalen Ludwigs-Apotheke abzuleisten. Spätestens nach meinem Vorstellungsgespräch war mir klar: hier möchte ich hin!

 

Die Ludwigsapo bedeutet gelebtes QMS – das bezieht sich hier nicht nur auf pharmazeutische Tätigkeiten, sondern alle innerbetrieblichen Angelegenheiten. So hält man sich auch während der Ausbildung konsequent an einen intern erstellten Einarbeitungsplan, der in den ersten acht Wochen von verschiedenen Mitarbeitern mit dem Praktikanten abgearbeitet wird.

Ich wurde hier nach und nach in die einzelnen Bereiche der Apotheke eingeführt. Los ging es mit der Warenwirtschaft, wo man lernte, wie man mit einem POS-System arbeitet, die Annahme und das Verbuchen von Großhandels- und Direktlieferungen, telefonische Anfragen und die Einfuhr von Arzneimitteln gehörten hier ebenfalls dazu. Ab der zweiten Woche ging es dann weiter in den Handverkauf, wo man in der ersten Zeit noch zu zweit mit einer erfahrenen PTA oder Apothekerin die Kunden berät, nach etwa sechs Wochen ist man jedoch so gut vorbereitet, dass das dann auch selbständig zumeist kein Problem mehr darstellt. Wenn man doch einmal nicht weiter wusste, was bei der extremen Bandbreite an Arzneimitteln und Medizinprodukten selbstverständlich ist, hatten die Kolleginnen und Kollegen stets ein offenes Ohr und standen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Der Namenszusatz „International“ bezieht sich zwar auf den Einzelimport von Arzneimitteln nach §73 Abs. 3 des Arzneimittelgesetzes, allerdings ist der Name auch Programm. Das Publikum ist breit gefächert, wobei neben Münchner Stammkunden sehr viele Touristen aus China, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten die Apotheke besuchen, um sich mit „German Products“ zu bevorraten. So kam es durchaus vor, dass man an manchem Tag etwa 70 Prozent seiner Dialoge auf Englisch führte und der eine oder andere Münchner einen verdutzt anblickte und fragte, warum man denn nun plötzlich Englisch spreche.

Dies lässt einen sehr abwechslungsreichen Alltag schon erahnen. Neben Standard-OTC-Medikamenten und Rezepten konnte man sich oft auch mit spezielleren Anfragen auseinandersetzen und auf diese Weise viele Arzneimittel kennenlernen, die man so noch nicht kannte. Darunter fiel die Recherche zu ausländischen Präparaten und die Beratung über die darin enthaltenen Wirkstoffe, aber auch diverse Erklärungen zum gesetzlichen Rahmen, so zum Beispiel, dass man Tamsulosin nicht einfach so kaufen könne – auch wenn es für das Kamel zu Hause in Dubai gedacht sei (sic!).

 

Alles in allem war das Praktische Jahr in der Ludwigs-Apotheke eine hervorragende Einführung in den Betrieb einer Apotheke, im Laufe derer ich lernte, wie man sein im Studium angesammeltes Wissen in die Praxis umsetzen kann.

Ich möchte mich herzlich bei allen Angestellten für ihre tatkräftige Unterstützung bedanken und kann allen Studenten, die eine große Innenstadt-Apotheke von der Pieke auf kennen lernen möchten, ein PJ in der Internationalen Ludwigs-Apotheke nur ans Herz legen.

 

Praktikumsbericht Nicole Schießwohl, 01.05.16 - 31.10.16

„Hello, do you speak English?“, ein Satz mit dem man von vielen Kunden begrüßt wird.

Meine Zeit in der Internationalen Ludwigs-Apotheke ist wie im Flug vergangen. Gerade erst angefangen sind die 6 Monate schon herum.

Also mal dahin zurück wie alles begann. Meine ersten zwei Wochen habe ich in der Warenwirtschaft verbracht und dort die Abläufe kennengelernt. Am Anfang wurden mir erst einmal einzelne Aufgaben von unseren PKAs gezeigt und vieles erklärt. So habe ich nach Einweisung z.B. die Sendung vom Großhandel oder Direktbestellungen vom Hersteller verbucht, Produkte in den Automaten eingelagert oder Produkte aus dem Übervorrat zum Auffüllen der Offizin hergerichtet. Dabei kann man sich auch schon mal mit den Namen einiger Fertigarzneimittel vertraut machen. Im weiteren Verlauf des Praktikums habe ich an einem Tag pro Woche die Warenwirtschaft weiterhin unterstützt.

Nach den zwei Wochen ging es dann auch schon in den HV. Aber natürlich nicht alleine! Erst einmal durfte ich mich bei anderen Mitarbeitern (Apotheker, PTAs) dazu stellen und beim Beratungsgespräch zuhören. Hierbei kann man viele Tipps und Tricks bezüglich der Beratung lernen und wie man z.B. bei der Belieferung von Kassenrezepten oder der Bestellung von Importarzneimitteln vorgeht. Allmählich habe ich mich dann gewagt, das Gespräch mit den Kunden selbst zu führen. Nur manchmal musste ein Kollege, der dabei stand, etwas ergänzen. Mit der Zeit wurde ich immer selbstständiger und konnte mich dann ganz alleine auf unsere Kunden stürzen. Und wenn mir doch mal etwas unklar war, hatte immer ein Kollege Zeit, um mir zu helfen.

Zu den weiteren Aufgaben der Pharmaziepraktikanten gehört die Rezeptur inkl. Betreuung und Pflege der Blutegel, die Fertigarzneimittelprüfung, die Bearbeitung der Chargenrückrufe oder auch mal etwas Außergewöhnliches wie ein Magnesium-Ausschank für Kunden oder eine Glücksrad-Aktion während der „Shopping Night“. Für weitere Abwechslung sorgten auch einige Schulungen in der Apotheke z.B. zu verschiedenen Kosmetikprodukten.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass mir die Zeit in der internationalen Ludwigs-Apotheke sehr gut gefallen hat und viel zu schnell vergangen ist.

Praktikumsbericht Sabine Kuznia, 01.05.15-31.10.15

Allgemein kann man sagen, die int. Ludwigsapotheke bietet dem PhiP ein vielfältiges Programm in allen pharmazeutischen Bereichen. Der Ablauf der Ausbildung war in meinem Fall in etwa wie folgt aufgeteilt: 4 Wochen Warenwirtschaft, 2-3 Wochen Rezeptur und der Rest HV. Im HV lief es so ab, dass ich erst 2-3 Wochen bei einem Mitarbeiter zusehen durfte und schon einige Tipps und Tricks gelernt habe, sei es im Kassensystem als auch in der Beratung. Dann durfte ich selber bedienen, wobei in der ersten Zeit noch ein Mitarbeiter unterstützend neben mir gestanden ist. Wenn man frisch aus dem Studium kommt, fühlt man sich am Anfang etwas ins kalte Wasser gestoßen und kann sich gar nicht vorstellen, den Job einmal alleine bewältigen zu können, aber durch diese Aufteilung konnte man sich Schritt für Schritt auf die Arbeit einlassen und relativ schnell selbstständig mitarbeiten.

Ein Highlight war der 2-tägige Besuch in der ILAPO, um zu lernen wie der Import-Export abläuft. Außerdem finden häufig Inhouseschulungen statt, die über OTC-Produkte informieren und somit wertvolle Beratungstipps liefern. Auch Kosmetikschulungen wurden oft thematisiert.

Was mir gut gefallen hat, ist, dass die Apotheke vorbildlich strukturiert ist und man einen „Einarbeitungsplan“ folgt, sodass man alle wichtige Punkte in der Ausbildung streift. Ich fand es auch besonders schön, dass ich mich immer an jemanden wenden konnte, wenn ich eine Frage hatte oder etwas näher wissen wollte. Trotz viel Arbeit und Stress hat man sich die Zeit genommen, auch mal ein Buch zu holen und in Ruhe alles zu erklären. Die Apotheke war (und wird wahrscheinlich auch so bleiben) stets offen für neue Ideen, ich durfte z.B. eine Spendensammelaktion organisieren, die in der Apotheke dann mit großen Erfolg stattgefunden hat.

Alles in allem kann man sagen, der Name ist Programm: sowohl das Team als auch die Kundschaft waren aus aller Welt, was einen interessanten Austausch ermöglicht und man im positiven Sinne „gezwungen“ wird, auch mal auf Englisch, Französisch, Spanisch usw zu beraten und damit der Apothekenalltag schön abwechslungsreich ist. So habe ich letztendlich nicht nur in der Beratung viel mitnehmen können, sondern mich auch noch sprachlich verbessern können. Das Team ist mir wirklich ans Herz gewachsen und ich bin jeden Tag immer gerne in die Apotheke gekommen und werde auch zukünftig immer wieder gerne kommen!

Praktikumsbericht Kristin Ott

Die Internationale Ludwigs-Apotheke bietet eine interessante Tätigkeit mitten in der Münchner Fußgängerzone. Hier ist jeder richtig, der neugierig auf die Arbeit in einer großen, strukturierten Apotheke mit vielen Laufkunden und Touristen, aber auch dem einen oder anderen Stammkunden ist. Es kommt nicht selten vor englischsprachige Beratungsgespräche zu führen.

Die Arbeit in einem multikulturellen Team ist besonders spannend und macht großen Spaß. Jeder Mitarbeiter hat auch in stressigen Situationen versucht, meine Fragen zu beantworten und stand mir mit Rat und Tat zur Seite.

Besonders gut hat mir der Einarbeitungsplan gefallen. Dadurch wird kein Aufgabenbereich übersehen. Als PhiP wird man sowohl in der Warenwirtschaft, als auch in der Rezeptur sowie im Handverkauf eingesetzt und bekommt ein umfassendes Bild von allen Tätigkeiten in einer Apotheke.

Eine Besonderheit der int. Ludwigs-Apotheke ist die häufige Abgabe von Import-Arzneimitteln. Dadurch konnte ich umfassende Erfahrungen im Umgang und der Bestellung von ausländischen Arzneimitteln sammeln.

Ebenfalls lernte ich selbstständig zu arbeiten, z.B. bearbeitet man die Fertigarzneimittelprüfungen und Changenrückrufe auf eigene Verantwortung. Während meines Praktikums habe ich bei der Überarbeitung der OTC-Empfehlungsliste mitgewirkt und konnte mein Wissen bzgl. den besonders häufig nachgefragten Indikationsgebieten vertiefen.

Durch die zahlreichen internen Kurzschulungen bekommt man wichtige Background-Infos zu den Freiwahlprodukten. Ebenfalls wird die Möglichkeit geschaffen auch an externen Fortbildungen teilzunehmen.

Die Ludwigsapotheke empfehle ich jedem weiter, der viel Neues lernen möchte und auch vor dem Umgang mit Blutegeln nicht zurückschreckt ;) Hier ist immer was los und es kommt keine Langeweile auf.

(Kristin Ott)

Pharmazeut im Praktikum: Sümeyra Kösker Praktikum: 05/14 - 11/14

Ein sechs-monatiges Praktikum in der internationalen Ludwigs-Apotheke bedeutet im Allgemeinen einer vielfältigen, abwechslungsreichen Tätigkeit mit internationaler Kundschaft nachzugehen. Besonders viel Freude bereitet es mir, Kunden auf englisch  und türkisch beraten zu können.

Sehr  schnell weiß man, was der "Painkiller" erster Wahl für  ein bestimmtes Klientel ist.  Regelmäßig ist man auch mit extravaganten  Medikamenten konfrontiert, die häufig aus dem Ausland importiert werden - daher kennt man sich nach kurzer Zeit mit entsprechender Gesetzeslage aus.

Man wird sehr herzlich von den Mitarbeitern und vom Chef im Team aufgenommen.

Die ersten 2-4 Wochen ist man in der Warenwirtschaft tätig, dadurch lernt man die Fertigarzneimittel - welche  im Studium nicht behandelt werden -  kennen. Daraufhin wird man in die OTC-Empfehlungsliste eingearbeitet, welches sich bei wöchentlicher FAM-Prüfung vertiefen lässt.

Eine Woche läuft man mit den beratenden Mitarbeitern aus dem Team mit, lernt so verschiedene Methoden der Beratung und den näheren Kundenumgang kennen.

Letztlich ist man für die Terminalphase gerüstet, in der man im HV  "selbständig"  tätig ist, wobei Fragen sowohl bei den leitenden Apothekern als auch im restlichen Team immer  erwünscht sind .

Fazit: Ich hatte eine schöne Zeit; Die internationale Ludwigsapotheke ist für jeden geeignet, der es vorzieht in seinem praktischen Jahr sehr viel neues zu lernen.

„Die Apotheke mit den Blutegeln“

Das war alles was ich von der Internationalen Ludwigsapotheke wusste, bevor ich sie selbst kennenlernen durfte. Ich würde sie als Apotheke der tausend Gesichter & Nationen bezeichnen. Ein perfekt organisiertes und ausgebildetes Team, welches täglich einen Spagat zwischen Englisch und Russisch macht, um Ihren Patienten eine perfekte Beratung zu bieten.

PhiP Johanna

Vivi und Moni (alias Hänsel und Gretel)

Wir entschieden uns beide dafür, den zweiten Teil unserer Famulatur in der Internationalen Ludwigs-Apotheke zu absolvieren, da es uns von Anfang an so schien, als könne man in dieser riesigen Apotheke wirklich einiges an Erfahrung mitnehmen und hierbei wurden wir auch definitiv nicht enttäuscht.

Es herrscht wirklich ein tolles harmonisches und familiäres Klima unter den Angestellten und alle sind stets darum bemüht, den Famulanten alles zu vermitteln, was sie wissen wollen.

Grob eingeteilt konnten wir die ersten beiden Wochen Einblicke in die Warenwirtschaft und die letzten beiden Wochen im Handverkauf erhalten. Hierzu gehören z.B. das Verbuchen von Wareneingängen, der Umgang mit dem Rowa, das Bearbeiten von Rückrufen sowie die Arzneimittelprüfung. Zwischendrin war es uns jederzeit möglich in der Rezeptur zuzuschauen und auch mit den possierlichen Blutegeln hatten wir unsere wahre Freude. ;) Des Weiteren wurden wir öfter zu Zwischengesprächen gebeten, um besser auf unsere Wünsche und Erwartungen eingehen zu können und ebenso um interessantes pharmazeutisches Wissen vermittelt zu bekommen. Wir durften jederzeit in Fachbüchern recherchieren, wenn uns etwas besonders interessierte und auch an interessanten Fortbildungen verschiedener Firmen teilnehmen. Es wird wirklich sehr viel Wert darauf gelegt, es den Famulanten so interessant und angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehörten auch Kuchen, Gummibärchen und Kekse. ;) Die Zeit war alles in allem abwechslungsreich und die vier Wochen waren schneller vorbei als gedacht.

Eine Famulatur in dieser Apotheke können wir beide guten Gewissens empfehlen, da wir uns auch sehr gut vorstellen können, für das Praktische Jahr wieder in diese Apotheke zurückzukehren.